Prinzipiell möchte ich mit meiner Schildkrötenhaltung nicht nur EIN bestimmtes Ziel verfolgen. Es gibt viele Aspekte, die mir an den kleinen Tierchen gefallen und schöne Sachen, die die Schildkrötenhaltung mit sich bringt. Vor allem an einem Sommertag auf der Gehegemauer zu sitzen und den Tieren beim Sonnenbaden oder beim gemütlichen Fressen zuzusehen, hat etwas sehr meditatives und entspannt die Seele. Aber es ist mir dabei auch wichtig zu zeigen, wie artgerechte Schildkrötenhaltung in unseren Breiten funktioniert. Wir haben sehr viel Zeit investiert, um unsere Gehege den natürlichen Bedingungen in der Heimat der Tiere nachzuempfinden und damit nicht nur ein Biotop für die Schildkröten, sondern auch für viele andere bei uns heimische Lebewesen geschaffen. Von Hummeln, über alle möglichen Arten von Wildbienen und Schmetterlingen bis zu Käfern und Heuschrecken lebt alles zusammen in Symbiose mit den Schildkröten. In Zeiten von Steingärten und zugepflasterten Grundstücken, wird dieses kleine Biotop von vielen kleinen Lebewesen angenommen und bewohnt. Wenn dann im Sommer Nachbarn oder Freunde bei uns vorbeikommen, freuen sich vor allem die Kinder vor dem Gehege immer darüber, dass man die Schildkröten im zugewachsenen Biotop suchen muss und es gibt immer etwas anderes zu entdecken. Dadurch ist es einem möglich nicht nur über das Leben von Schildkröten aufzuklären, sondern auch unsere heimische Flora und Fauna den Menschen näher zu bringen und die Menschen zu mehr Feingefühl zu sensibilisieren. So habe nicht nur ich etwas von meiner kleinen Schildkrötenherde, sondern auch andere Menschen lernen durch die lieben Tierchen eine Menge dazu.

Frühstück mit Schildkröten-Aussicht


